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Neuer Schwung für die Gleichstellungspolitik
Wiederaufbaupläne nach der Corona-Pandemie -

19. September 2022

Der Inhalt der Wiederaufbaupläne verschiedener EU-Länder wird von Expertinnen und Experten anhand vorliegender Studien bzw. Berichte nationaler und internationaler Einrichtungen hinsichtlich der Zielsetzungen und der konkreten Auswirkungen auf die Chancengleichheit unter die Lupe genommen. Vertieft wird vor allem, ob es Fortschritte bei der Reduzierung des Gender Pay Gap und im Zugang von Frauen zu betrieblicher Weiterbildung und Karriere gegeben hat. Hier ist von Interesse, welche arbeitsorganisatorischen Lösungen auf der Ebene der Unternehmen die Beschäftigung von Frauen fördern und wie Vereinbarungserfordernisse dabei Berücksichtigung finden. Es wird analysiert, ob Regelungen für die prekären Arbeitsverträge, die Formen der Telearbeit und die Plattformökonomie eingeführt worden sind, die einen angemessenen Rechtsschutz und Sozialschutz beinhalten. Es gilt zu überprüfen, welche Strategien sich die einzelnen Länder bei der Armutsbekämpfung zu eigen gemacht haben und wie vor allem die Bildungschancen der Kinder aus benachteiligten sozialen Schichten abgesichert werden. Kernthema ist schließlich eine Gesetzgebungsoffensive, um eine ausgeglichenere Aufteilung der Reproduktionsarbeit herzustellen. Die Überarbeitung sowohl arbeitsmarktpolitischer wie sozialpolitischer Instrumente erfordert eine Neuorientierung, zu der die Gewerkschaften und Sozialverbände wesentlich durch eigene Vorschläge und Forderungsplattformen beitragen müssen. Die länderübergreifende Diskussion wird Hinweise dazu bringen, welche Maßnahmen aufgrund der Entwicklung in den einzelnen Ländern auf der EU-Ebene geboten sind, um den Gleichstellungspolitiken neuen Schwung zu verleihen.

Das genaue Programm wird bis Ende Juli fertiggestellt