Genderstereotypen im Arbeitsleben

die Fallen der Rollenprägung

In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen - EZA und der Plattform für Chancegleichheit IPEO findet am 13. und 14. September, im Bildungshaus Lichtenburg in Nals, die internationale Tagung zum Thema "Genderstereotypen im Arbeitsleben - die Fallen der Rollenprägung statt.

Besonders hartnäckige Hürden für die faktische Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft sind verfestigte Rollenbilder, die immer wieder zukunftsweisenden Reformansätzen in der Arbeits- und Sozialgesetzgebung und in der Neuausrichtung der betrieblichen Arbeitsorganisation entgegenstehen. Die aktuelle Herausforderung betrifft diesbezüglich zwei Regulierungsfelder: die bisherigen Rahmenbedingungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt, die Gestaltung der Arbeitsbeziehungen, das Arbeits- und Sozialrecht und die Weichenstellungen in den Kollektivverträgen einerseits sowie die Szenarien für die künftige Entwicklung der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter. Ausgangspunkt ist das noch immer wirksame traditionelle Bread-Winner-Modell, das dem Mann die Rolle des Ernährers der Familie und der Frau die Rolle als Hausfrau zuordnet. Daraus wurde abgeleitet, dass für Frauen Berufstätigkeit nicht unbedingt ein Verwirklichungsziel darstellt und allenfalls auch nur auf Teilzeitebene ausreicht bzw. tendenziell in sozialen Berufen, die ihrem Rollenbild entsprechen. Eine weitere Folge war, dass die betriebliche Arbeitsorganisation nur auf die Produktionskapazitäten ausgerichtet werden konnte und Vereinbarkeitspflichten nicht berücksichtigen muss sowie, dass Karriere mit Vollzeitbeschäftigung und hoher zeitlicher Flexibilität im Dienst der betrieblichen Erfolgsziele einhergehen muss.

Das genaue Programm ist in Ausarbeitung

Mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen EZA und mit Unterstützung der Europäischen Union.