Digitale Arbeitswelt

flexibel - ortsunabhängig - selbstgesteuert

In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen EZA organisierten wir ein internationales Symposium zum Thema "Digitale Arbeitswelt: flexibel - ortsunabhängig - selbstgesteuert", es fand am 3 und 4 Mai 2018 in Brixen statt.

Technischer Fortschritt und globale Datennetze haben seit den 90er Jahren die unternehmerische Tätigkeit und die Arbeitsorganisation, aber auch die sozialen Beziehungen der Menschen grundlegend verändert.
Mit der Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt sind neue Chancen verbunden, aber auch das Risiko der Verschärfung der bereits virulenten Problemlagen die durch Wirtschaftskrisen, neoliberale Deregulierungsoffensiven und umfassende Strukturumbrüche verursacht wurden: Massenarbeitslosigkeit, Prekarisierung, Vertiefung der Kluft zwischen Arm und Reich, Aushöhlung der sozialen Schutzstandards, Einflussverlust der Gewerkschaften. Anlässlich des Symposiums werden die Problemfelder von Digitalisierung und Industrie 4.0 unter zwei Gesichtspunkten beleuchtet: Eine Perspektive besteht in der Analyse aktueller Entwicklungen im Zusammenhang mit Digitalisierung und Deregulierung, wofür bereits wissenschaftliche Analysen und Erfahrungswerte aus der gewerkschaftlichen Interessenvertretung vorliegen. Eine zweite liegt in der Information über mögliche Entwicklungsszenarien, die dank Digitalisierung und technischem Fortschritts in der Arbeitswelt und in der Organisation der Gesellschaft (Mobilität, Bildung, Kommunikation und Information) plausibel erscheinen. Die Frage ist, ob und wie Gewerkschaften und andere Arbeitnehmerorganisationen soziale Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit als Richtschnur für gesetzliche und konzertative Regelungen in der Arbeits- und Lebenswelt der Zukunft durchsetzen können.

Bericht zum Herunterladen [232 KB]


Folgende Referate wurden uns zur Verfügung gestellt:

Die digitale Revolution – Wie sich Produktion, Dienstleistung und Alltag verändern [5.542 KB] Steffen Wischmann, Themenfeldleiter „Arbeit-Technik-Innovation“, Institut für Innovation und Technik (iit), Berlin (D)

Die gute Gesellschaft – wirtschafts- und sozialpolitische Governance im Zeitalter der Digitalisierung [260 KB]
Ralph Bärligea,
freier Dozent und Bankenberater (D) anstelle von Alex Knoerig

Digitalisierung – Chancen regionaler Wirtschaftsräume [16.978 KB]
Georg Herbst,
Profit Center Manager, Brennercom (I)

Die Suche nach einer Ethik für die neue Arbeitswelt [759 KB]
Martin M. Lintner,
Moraltheologe an der Phil.-Theol. Hochschule Brixen (I)

Industrie 4.0 - Arbeit- und Soziales unter Veränderungsdruck [9.074 KB]
Stefan Perini,
Direktor des Arbeitsförderungsinstitut AFI (I)


In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen EZA und mit Unterstützung der Europäischen Union.